Kamel Leo und Schaf Leonie

Kamel Leo und Schaf Leonie mit Herrchen

Kamel Leo und Schaf Leonie

und ganz viele ?????????

„Es gibt keine blöden Fragen, sondern nur blöde Antworten!“

 


          30 verschiedene Fragen
der Erstkommunionkinder 2022 an Gott

 

 

                    Juli 2022

 

??? Gott -wieso hast du uns Menschen erschaffen????

Liebes Erstkommunionkind,

„Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich“ – so spricht Gott ganz am Anfang der Bibel – in der so genannten Schöpfungsgeschichte, die auch immer wieder wunderbar selber zum Nachlesen ist. Diese Lesung ist auch einer der Höhepunkte in einer jeden Osternacht, wenn sie vorgetragen wird und dazu für jeden Tag der Schöpfung an einem siebenarmigen Leuchter eine Kerze entzündet wird. An einem jeden Schöpfungstag wird die Erde immer heller und ganz am Ende kommt der Mensch – also die Krönung der Schöpfung – er ist der Lichträger in einer oft dunklen Welt.

Gott wünschte sich - so kann man es nachlesen -, ein Gegenüber, das er von ganzem Herzen lieben und das seine Liebe erwidern kann. Sein einziger Wunsch und Antrieb war und ist: eine liebevolle Gemeinschaft von Schöpfer und Geschöpf! Also schuf Gott den Menschen und hauchte ihm Leben ein – bis heute tut er dies an Dir, bei all Deinen Mitmenschen und natürlich auch bei uns Tieren!

Leider haben das die Menschen immer wieder zu schnell oder auch falsch gelesen und sich gedacht, sie könnten mit der Erde und allen Lebewesen machen, was Sie wollen! Das ist gerade auch heute ein Grund, warum viele, besonders auch junge Leute auf die Straße gehen und sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen und für all die Dinge, die Gott seinen Geschöpfen, besonders den Menschen geschenkt hat – wir alle sind doch wahrlich reich von ihm beschenkt worden!

Gott hat uns Tiere, aber vor allem auch euch Menschen mit dieser wunderbaren Schöpfung unglaublich viel gegeben und er hat dem Menschen zugleich etwas anvertraut: etwas von sich selbst, weil er die Erde in seiner ganzen Vielfalt und Unterschiedlichkeit so geschaffen hat, wie es ihm selbst gefällt. Die Menschen hat er als sein Abbild geformt und gebildet. Jeder und jede von euch kann sich selbst und seinen Mitmenschen den Auftrag geben, achtsam und voll Wertschätzung mit dieser wunderschönen Erde fürsorglich umzugehen.

Die Schöpfungsgeschichte schließt mit einer wunderbaren Aussage und diese Botschaft ist bis heute für Dich und für alle gültig: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte Und siehe, es war sehr gut.“

Ich wünsche Dir, dass du dich als Geschöpf Gottes und zugleich als ein riesengroßes, einmaliges Wunderwerk Gottes immer wieder mit offenen Augen auf den Weg machst, um zu erkennen, dass Gottes Schöpfung wie ein Wunder nur einen Schritt von Dir entfernt liegt und du sie bestaunen kannst!

Dein Schaf Leonie



??? Warum hat Gott die Welt erschafftn????

Liebes Erstkommunionkind,

puh….als ich mit dem Pfarrer diese Frage diskutiert habe, da hat er erstmal ganz schön lange überlegen müssen und dann auf sich selber gezeigt. Da musste ich aber zunächst ziemlich laut lachen und dann hab ich wohl auch ein bisschen doof geschaut, weil der Pfarrer auch lachte – wurde die Welt nur für den Pfarrer erschaffen?

Natürlich nicht – eine Welt, in der nur der Pfarrer lebt, wäre wirklich ziemlich trist und Gott sei Dank gibt es ja auch noch Dich und mich und unzählige Menschen, andere Tiere und Geschöpfe – für einen jeden Einzelnen hat Gott diese Welt erschaffen.

An einem jeden Tag der Erschaffung der Welt - so erzählt uns das die Schöpfungsgeschichte -, stellt Gott fest, dass alles, was er gemacht hat, gut ist und das gilt sowohl für uns Tiere als auch für euch Menschen und alle seine vielfältigen Geschöpfe.

Es geht im Letzten bei der Geschichte Gottes mit uns Geschöpfen und damit auch der ganzen Welt immerfort um das gleiche Thema: Gott hat diese Welt aus Liebe geschaffen – dies zeigt sein wohldurchdachter Plan. ER hat die feste Überzeugung – und das will er besonders den Menschen immer wieder vermitteln –, dass das Gute und das Licht immer stärker ist als jede Dunkelheit, und Liebe stärker ist als der Hass!

Es ist doch der Wahnsinn, Gott hat diese Welt für niemanden anderen geschaffen als für Dich und mich, sonst wären wir ja wohl gar nicht da und hätten nicht die Chance, all die wunderbaren Schönheiten zu entdecken, die Gott Dir und mir zur Verfügung gestellt hat. Ich meine da nicht irgendwelche neuen Computerspiele oder Fernsehserien, sondern das, was ein Jeder und eine Jede von uns täglich live und in unzähligen Farben, Formen, Tönen und Gerüchen wahrnimmt: Diese einzigartige Welt!

„Im Anfang …“ – so beginnt die Bibel. Auch wir dürfen jeden Tag neu anfangen mit dem Entdecken, Staunen und uns daran erfreuen, dass wir auf der Welt leben dürfen.

Dein Schaf Leonie


 

??? Wann ist man ein guter Mensch????

Liebes Erstkommunionkind,

sagt Dir der Name „Erich Kästner“ etwas? Das ist einer der Lieblingsschriftsteller von Pfarrer Hilger. Als Kind hat er alle seine Bücher gelesen und auch Filme von ihm mit großer Begeisterung angeschaut. Bei Erich Kästner geht es in vielen seiner Filme genau um diese so wichtige Frage! Er schaut dabei Menschen und ihr Verhalten ganz genau an. Vielleicht kannst Du Dir auch einmal „Emil und die Detektive“ oder „Das fliegende Klassenzimmer“ anschauen – das sind wirklich spannende und sehr interessante Filme! Aber Du willst ja eigentlich wissen, was Gott auf diese Frage antworten könnte.

Lass mich davor nochmal Erich Kästner zitieren. Er sagt folgendes Nachdenkenswertes: „Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es.“ Wie wahr und vielsagend – auch die Bibel und besonders die Gleichnisse von Jesus gehen immer wieder dieser Frage nach. Mir fällt da ganz spontan das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter ein. Kannst Du Dich an diese Geschichte erinnern?

Nun diese Erzählung habe ich noch gut im Gedächtnis, da das Ganze auf einem Weg mitten in einer Wüste passiert und dort sind wir Kamele ja zu Hause: Ein Mann ist von zwei Räubern überfallen worden und liegt verletzt am Boden, wartet und hofft auf Hilfe und da geschieht etwas Seltsames ... Zwei Männer, die viele sofort und ohne langes Überlegen als „gute Menschen“ beschreiben würden, laufen einfach an dem Verletzten vorbei, ignorieren ihn, wollen mit der ganzen Situation einfach nichts zu tun haben.

„Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es.“ Das denkt sich dann wohl endlich der Dritte, der des Weges kommt – Stopp – da ist jemand, der Hilfe braucht und er läuft nicht daran vorbei, sondern er schaut hin, nimmt die Notlage wahr und kümmert sich um den Verletzten. Das Besondere an diesem Dritten ist, dass er aus einer Gegend kommt, die mit dem, der am Boden liegt, eigentlich verfeindet ist und doch ist ihm dies egal: Es geht ihm um den konkreten Menschen in seiner ganz aktuellen Not – er überlegt nicht lange – er tut das Gute! So einfach ist das und doch oft so schwer … probier‘s doch einfach aus …?


Dein Kamel Leo
 


 

Idee und Konzept: Emmeran Hilger
Bilder teilweise aus pfarrbriefservice.de

 

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