Hochzeit

"Nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes". (Römer 15,7)

Hochzeit

Das Sakrament der Ehe

Wenn Sie heiraten möchten, wenden Sie sich doch bitte zuerst an Ihren zuständigen Pfarrer (Pfarrbüro), um den Termin auszumachen. Eine gut vorbereitete Trauung kann gut und gerne einen zeitlichen Vorlauf von einem Jahr haben.
Beim ersten Brautgespräch (auch Stuhlfest genannt) werden die Formalitäten  festgehalten. Dazu braucht jede/r einen Taufschein seines Taufpfarramtes. Auf dem Taufschein, der nicht älter als sechs Monate ausgestellt sein darf, werden vom betreffenden Taufpfarramt folgende Daten beurkundet: der Tag und der Ort der Taufe, der Erstkommunion, der Firmung und vor allem der Ledigenstand. Bei Christen anderer Kirche ist ein Ledigeneid nötig – dieser wird beim besagten ersten Brautgespräch geleistet. Neben den Formalitäten werden auch die Vorbereitung in einem Eheseminar angesprochen (Informationen dazu liegen am Schriftenstand jeder Pfarrkirche). Der Pfarrer gibt dem Brautpaar auch Vorschläge für die textliche und musikalische Gestaltung mit.
Beim zweiten Treffen (Brautgespräch) circa zwei Monate vor der Hochzeit, wird die genauere inhaltliche Vorbereitung in Angriff genommen. Wenn wenig oder keine Beziehung des Brautpaares zur sonntäglichen Messe vorhanden ist, wird zu einer feierlichen Trauungsliturgie ohne Eucharistiefeier geraten (dauert etwa 15 Minuten kürzer). Gegebenenfalls kann auch eine Taufe mit der kirchlichen Eheschließung verbunden werden. Die Vorbereitung schließt dann die Taufvorbereitung mit ein. In der Kirche zu Kreuzpullach, die zum Pfarrverband Oberhaching gehört, können aufgrund von Personalsituation in Kreuzpullach leider nur Einheimische heiraten oder taufen.   

Theologisches

Das Sakrament der Ehe spendet sich das Paar im Traugottesdienst gegenseitig In den Glaubensgeschichten der Bibel begegnen Christen dem Wort Gottes, im Gebet können sie das Gespräch mit Gott suchen. Doch die Beziehung zwischen Gott und den Menschen ist nicht nur von Worten geprägt, sondern auch durch symbolische Handlungen. Diese leibhaftigen Begegnungen mit Gott sind besondere Heilszeichen, die wir Sakramente nennen. Sakrament bedeutet „religiöses Geheimnis, Weihe, Verpflichtung“. Zentral ist die Berührung beispielsweise durch die Salbung mit Öl oder das Handauflegen. Man kann ein Sakrament mit der „Umarmung Gottes in Liebe“ umschreiben. Durch die Sakramente begegnen Christen der besonderen Nähe Gottes, erfahren seine Güte und werden in ihrem persönlichen Glaubensweg gestärkt.  Ihren Ursprung haben die Sakramente im Handeln Jesu Christi. Das, was Jesus vor 2000 Jahren gelehrt und bewirkt hat, wird in unserer Lebenswirklichkeit lebendig. Bezogen auf das Sakrament der Ehe will die Liebe Jesus heilen, wenn die Partnerschaft zweier Menschen in die Krise gerät. Das Sakrament der Ehe spendet sich das Paar im Traugottesdienst gegenseitig. Nach dem katholischen Eheverständnis ist die Ehe ein unauflöslicher Bund, mit dem das Ehepaar seine Lebensgemeinschaft begründet. Das Brautpaar verspricht sich am Altar die Treue in guten und schlechten Tagen. Zum Sakrament der Ehe gehören die Freiwilligkeit, die Überzeugung von der Unauflöslichkeit, Treue, der Wille zur Elternschaft sowie die Zuwendung Gottes. Im Gegensatz zur katholischen Kirche versteht die evangelische Kirche die kirchliche Trauung nicht als Sakrament, sondern segnet im Rahmen des Traugottesdienstes die standesamtlich geschlossene Ehe.