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Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich. (Markus 10,27)

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Gebet und Segen

 

Pfingstsonntag

Evangelium zum 31.5.20 Pfingstsonntag

ÖKUMENISCHER PFINGSGRUSS

 

Audio-Predigt von Pfr. Hilger

 

Bild: Pfingstnovene Renovabis 2020

               Und alle wurden vom
              Heiligen Geist erfüllt!

 

TAGESLESUNG AUS DER APOSTELGESCHICHTE (gekürzt)

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war,
waren alle zusammen am selben Ort.
Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen,
wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt und erfüllte das ganze Haus,
in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer,
die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt
und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden,
fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen
und war ganz bestürzt, denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten:
Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören?

 

IMPULS

Warum erst jetzt?

Petrus begegnet dem Aufestandenen am See von Tiberias und bekennt seine Liebe zu ihm; Thomas sieht den Auferstandenen und durfte sogar die Wunden von Jesus berühren; der Jünger, den Jesus liebt, sieht das leere Grabe und erkennt ihn am Seeufer als Erster wieder; die Anderen haben Jesus erlebt und in den Himmel gehen
sehen -, …

Und es reicht immer noch nicht! All diese Begegnungen reichen den Jüngern nicht, um wirklich zu begreifen. Sie sperren sich ein, sie verstecken sich, sie ziehen sich zurück – 50 Tage lang. Es wundert mich immer wieder, warum den Aposteln die Begegnung mit dem Auferstandenen nicht gereicht hat, um mit der frohen Botschaft durchzustarten?!

Das Bild der diesjährigen Pfingstnovene von Renovabis zum Pfingsttag zeigt hier gewollt oder zufällig einen interessanten Aspekt: Die Person rechts unten im Bild hat den Kopf voll mit Worten. Vielleicht ging es den Jüngern auch so? Sicherlich schwirrten ihnen all die Worte ihrer Lehrers und Meisters durch den Kopf, sicherlich gingen ihnen die Kreuzigung, die Berichte von der Auferstehung und die Begegnungen mit dem Auferstandenen nicht mehr aus den Köpfen – aber sie waren vielleicht nur in den Köpfen?

Erst der Beistand, den Jesus versprochen hat, erst Wärme und Bewegung und Licht des Heiligen Geistes lassen die Gedanken in die Herzen, in ihr Innerstes  „rutschen“. Erst jetzt gilt, was im Lukasevangelium (Lk 6, 45) schon angedeutet ist: Wovon das Herz überfließt, davon spricht (der) Mund.

Jetzt erst ist es in ihren Herzen angekommen und jetzt erst können die Jünger davon reden: Jesus ist auferstanden – Er ist wahrhaft auferstanden!

Und in diesem Punkt fühle ich mich den Aposteln dann sehr nahe. So vieles ist in meinem Kopf und ich wünsche mir den Beistand Gottes, dass es in mein Herz rutschen kann, dass es Worte und Taten werden können.

„Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast. Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.“, hat Frère Roger, der Gründer der Bruderschaft von Taizé, gesagt. Erst an Pfingsten haben die Jünger verstanden, erst 50 Tage später können sie es leben.

Und was ist Ihr wichtigster Satz, Ihr wichtigster Teil des Evangeliums, den Sie verstanden haben oder verstehen möchten?
Ein begeistertes und begeisterndes Pfingstfest wünscht Ihnen

Gemeindereferentin im PV Oberhaching
 

GEBET FÜR DEN SONNTAG UND DIE WOCHE

Heiliger Geist, du belebst alles.

Du teilst dich in je verschiedener Weise der ganzen Schöpfung mit.
Du schenkst uns die Gnade,
erleuchtest uns zur Erkenntnis Gottes,
du vollendest die Gerechten,
machst die Toten lebendig
und Fremdlinge zu Kindern Gottes.
Durch dich werden die Schwachen stark, die Armen reich,
die Unmündigen und Ungebildeten weiser als die Gelehrten.

Du bist im Himmel und erfüllst die Erde,
du bist überall zugegen,
und nirgends kennst du Schranken.

Du wohnst in jedem Menschen und bist ganz Gott.

Wir bitten dich:
Nimm in unseren Herzen Wohnung,
und verlass uns zu keiner Zeit!

(nach Basilius, gestorben 379)

Foto: Jugendkorbinianswallfahrt im Freisinger Dom
Claudia Hoffmann, Copyright: EJA Jugendamt München und Freising

 

Telefonisch können Sie Pfarrer Hilger unter 62819000 kontaktieren

 

 

 

Gebet von Papst Franziskus
während der Coronapandemie

O Maria,
Du erleuchtest immer unseren Weg
als ein Zeichen der Erlösung und Hoffnung.
Wir vertrauen uns Dir an, Du Gesundheit der Kranken, die Du am Kreuz an den Schmerzen Jesu teilhattest und Deinen Glauben bewahrt hast.

Du, Heil deines Volkes, weißt, was wir brauchen.
Und wir sind sicher, dass du dafür sorgen wirst,
dass so wie in Kana in Galiläa
die Freude und das Fest zurückkehren werden
nach der gegenwärtigen Prüfung.

Hilf uns, Mutter der göttlichen Liebe,
dem Willen des Vaters nachzukommen
und das zu tun, was Jesus uns sagt,
der unsere Sorgen und unser Leid auf sich genommen hat, um uns durch
das Kreuz zur Freude der Auferstehung zu führen.
 
Unter Deinem Schutz suchen wir Zuflucht,
Heilige Mutter Gottes.  Verachte nicht die Bitten von uns in diesen Zeiten der Prüfung, und erlöse uns von aller Gefahr,  o glorreiche und gesegnete Jungfrau.
Amen.